Auf dieser Seite finden Sie Wissenswertes über die Gestaltung und den Druck von Briefbogen und Briefpapier. Ein Service von www.computersatz.de - Ihrem Partner, wenn es um die Gestaltung Ihrer Printprodukte geht. Von der Anzeige bis zum Briefbogen oder Prospekt gestalten wir individuell zu unglaublich günstigen Festpreisen.
Egal ob im Berufsleben oder im Privaten, im Schriftverkehr mit Behörden oder Firmen und Gesellschaften, überall wird Individualität und Aussagekraft gewünscht. Und das soll auch schon im Briefbogen zum Ausdruck kommen. Das Briefpapier hat im Geschäftsleben die Fähigkeit, über Seriosität der Firma, Bonität, Interesse an Innovationen, Einstellung zu Tradition etc. ein breites Bild zu verschaffen. Der Status eines Unternehmen in der Öffentlichkeit ist heute so wichtig, dass eigens dafür ausgebildete Fachkräfte auf diesem Gebiet eingesetzt werden. Mittels eines durchdachten Konzepts im gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und sozialen Bereich wird für die Firma ein einheitliches Erscheinungsbild geschaffen, das für Kunden und Interessenten jederzeit erkennbar und vertraut ist. Dieses sogenannte Corporate Identity wird ermöglicht durch einheitliche Unternehmensgrundsätze (Corporate Attitude), Handlungsleitlinien (Corporate Strategy) und visuell umgesetzt durch das Corporate Design. Im Rahmen des Corporate Designs werden alle Geschäftsdrucksachen und Werbemittel eines Unternehmens grafisch und typographisch einheitlich gestaltet. Durch eine derartige Aufmachung kann der Betrieb eine visuelle Botschaft übermitteln. Auch wenn beispielsweise nur visuelle Teilbotschaften wahrgenommen werden, kann durch den synergetischen Effekt die Gesamtbotschaft erschlossen werden. Diese soll die Identität des Unternehmens hervorheben.
Durch die heutige Reizüberflutung ist es immer schwieriger, den Menschen zu erreichen. Um dessen Aufmerksamkeit zu erregen und zu erhalten, muss sich eine erfolgreiche Werbung von der Konkurrenz absetzen können. Das visuelle Erscheinungsbild ist dabei natürlich von besonderer Wichtigkeit. Wenn das Firmenbild ein einheitliches und gut visualisierbares Konzept vorweisen kann, sind die Chancen groß, dass dies aus wahrgenommen wird. Stilmerkmale wie Farbe, Signet und Typographie sollten einprägsam und unverwechselbar sein. Für die Geschäftspartner ermöglicht das Erscheinungsbild eine Identifikation mit dem eigenen Unternehmen. Dabei ist es wichtig, dass die Unternehmenskommunikation einen einheitlichen Rahmen sowohl nach innen als auch nach außen erhält. Wenn einmal die Regeln festgelegt wurden, müssen sie auch von allen Unternehmensbereichen eingehalten werden, denn nur so kann sich das Unternehmen auch in der Öffentlichkeit als eine Einheit präsentieren. Da immer mehr Betriebe gleichwertige Produkte und Dienstleistungen anbieten, gewinnt die Art, wie sich das Unternehmen nach Außen hin darstellt, an Wichtigkeit. Nicht mehr nur sachliche Unterscheidungskriterien sind für den Kauf ausschlaggebend, auch andere müssen mit einbezogen werden.
Die Gestaltung eines einheitlichen Briefpapiers scheint also eine grundlegende Bedeutung für die Corporate Identity zu haben. Dabei gilt es einiges zu beachten, das Firmen- oder Warenzeichen, das aus dem Firmensignet und dem Schriftzug konstruiert wird, und die Farbgebung stehen an erster Stelle. Aber auch die Schreibweise des Firmennamens mit Groß- und Kleinbuchstaben, Abkürzungen und Satzzeichen muss überlegt werden. Um ein einheitliches Erscheinungsbild liefern zu können, muss auch die Schreibweise des Firmennamens in der Korrespondenz und die Art der Auszeichnung wie Versalien, Anführungsstriche, Fett- oder Kursivsetzung genau festgesetzt werden. Auch wie der Firmenname und die Rechtsform der Gesellschaft angegeben werden sollen, sollte bedacht werden. Ein Beispiel: Die Firmierung lautet „Maier GmbH & Co. KG“, im Briefkopf taucht aber nur „Maier“ auf, ebenso im Korrespondenztext. Der ganze Titel wird in die vollständige Adresse in die Fußzeile am unteren Rand des Erstblattes aufgenommen.
Je nachdem, wie Signet und Schriftzug angebracht sind, lässt sich daraus auch die Stellung der übrigen Angaben folgern. Mitteilungen wie Straße, Hausnummer, eventuell Postfach, Postleitzahl, Ortsname, Telefon-, Telefax-, Telexnummer, Bankverbindung mit Bankleitzahl und Kontonummer dürfen nicht fehlen, aber müssen zusammen mit dem Rest eine Einheit bilden und dürfen den Gesamteindruck nicht negativ verändern.
Auch im Privaten sagt ein individueller Briefbogen viel aus über denjenigen, der es benutzt und deshalb sollte sich der Auftraggeber damit voll und ganz identifizieren können. Formale Vorschriften sind - im Gegensatz zum Geschäftspapier - von geringer Bedeutung.
Geschichte des Briefpapier:
Im 17. Jahrhundert entstanden die ersten Visitenkarten- damals unter der Bezeichnung Adresskarte oder Geschäftskarte bekannt. Im 18. Jahrhundert avancierten diese Karten zu einer allgemeinen Modeerscheinung. Der Adel verwandte diese Karten überwiegend für private Zwecke. Schnell übernahmen Bürgertum, Handwerk und Handel diese Karten für Werbezwecke.
Im 19. Jahrhundert wurden neue Märkte durch Handel und Handwerk erschlossen. Die Ausweitung der Geschäftsbeziehungen erhöhte die Frequenz der Geschäftskorrespondenz
Briefbogen im 19. Jahrhundert sind mit Vignetten verziert; Monogramme, Wappen, Schmuckelemente und Symbole wurden sehr geschätzt.
Die Qualität des Briefbogen wird durch Gestaltung, Papier, Farbigkeit und den Druck beeinflusst. Besonders die Schrifttype nimmt Einfluss auf das "Image" des Absenders.
So finden wir auch heute noch sehr häufig Schreibschriften für Frauen, Boutiquen, Kosmetik- und Frisörsalons. Und, was wenig überraschend ist: die englische Schreibschrift wird immer wieder gerne von Vorstandsvorsitzenden namhafter Industrieunternehmen, Banken und Versicherungen gewählt.
Technisches:
Das Papiergewicht im Druck wird in Gramm pro Quadratmeter (g/m2) angegeben. Das Flächengewicht von Papier kann von 25 bis 170 Gramm pro Quadratmeter gehen. Darüber liegende Gewichte werden als Karton bezeichnet. Man sollte dabei berücksichtigen, dass man allein schon durch die Wahl des entsprechenden Briefpapiers bei den Portokosten Geld sparen kann. Ein Briefumschlag mit 3 Blatt Briefpapier als Geschäftspost sollte möglichst ein Gewicht von 20 Gramm nicht überschreiten. Bei besonders aufwändigen Papiersorten, die ein hohes Maß an Repräsentation erreichen sollen, ist diese Faustregel aber meist nicht anwendbar.
Pflichtangaben auf dem Briefbogen:
- Vollständige Firma mit Rechtsform (wie im Handelsregister eingetragen)
- Möglicher Zusatz: Geschäftsbezeichnung, Inhaber
- Sitz der Firma
- Registergericht
- Handelsregisternummer
- Alle Geschäftsführer + ggf. Vorsitzender des Aufsichtsrates, jeweils mit Vor- und Nachnamen
- Alle Vorstandsmitglieder + ggf. Vorstandsvorsitzender
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